Freakstock 2009
Das Freakstock ist nun schon wieder vorbei, schade.
Es war eine schöne, anstrengende, intensive Zeit.
Ich bin total begeistert von dem Gelände. Es war schon ein Wunder, ein neues Gelände für’s Willo zu finden, dann war es auch noch super für’s Freakstock geeignet und ich habe das Gefühl, dass Gott noch mehr damit im Sinn hat… schön für uns, dass wir es nicht so weit dahin haben.
Interessant ist das ganze Presse Echo. mal sind wir Punks, mal Hippies, auf jeden Fall irgendwie alternativ
Leider gab es auch negative Stimmen (grade den Artikel hat sich meine Mama ausgeschnitten), im Westfalenblatt heisst es
Unmittelbar nach dem am Sonntag zu Ende gegangenen »Freakstock«-Festival der »Jesus-Freaks« in Borgentreich (Kreis Höxter) hat der Münsteraner Religionswissenschaftler Sebastian Schüler der Glaubensgemeinschaft vorgeworfen, sie vertrete konservative Ansichten und lege die Bibel wörtlich aus.
Wie es weitergeht, lest selbst:
http://westfalen-blatt.de/nachrichten/regional/owl.php?id=29633&artikel=1&PHPSESSID=7a444924a6591a33b4aaaaa62393afb8
Der WDR lokalbericht ist hier zu finden:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2009/08/01/lokalzeit_owl_aktuell.xml?offset=495&autoPlay=true
Wie war freakstock für euch???
sorry, falls das mit den links nicht geht, dann müßt ihr halt kopieren und einfügen…

06 August 2009 um 17:09
Woher bloß nimmt Herr Schüler seine Informationen? Bestimmt nicht aus erster Hand! Hätte er sich in den letzten Jahren mal die Mühe gemacht, ein paar Straßen weiter zu gehen und mal bei einem Treffen der Jesus Freaks Münster den Menschen persönlich zu begegnen und mit ihnen zu reden, wüsste er, dass bei uns Paare sowohl verheiratet als auch unverheiratet zusammenleben, dass es sowohl diejenigen gibt, die mit dem Sex bis zur Ehe warten wollen,als auch diejenigen die das für sich anders entschieden haben. Und dass sich in den letzten Jahren auch Menschen bei uns zu ihrer Homosexualität bekannt haben, und nicht ausgestoßen oder entehrt wurden. Und dass so manch einer von uns bei Partys auch mal über den Durst getrunken hat, und trotzdem nicht aus der Gemeinschaft verstoßen oder geächtet wurde. Wir begegnen uns dabei nicht mit Gleichgültigkeit, sondern mit dem notwendigen Respekt voreinander, sind im Dialog,und offen für Veränderung, und versuchen gemeinsam unseren Glauben an Gott und Jesus Christus in dieser Welt zu leben. Nicht isoliert für uns alleine, sondern gemeinsam mit den anderen Christen um uns herum.
Dabei sind die Jesus Freaks Münster keine Ausnahme, sondern existieren seit fast 14 Jahren, zählen zu den beständigsten Gruppen in der Bewegung und prägen diese seit Jahren mit.
Mit seinen Äußerungen wird Herr Schüler der theologischen und kulturellen Vielfalt mit der die Jesus Freaks ihren Glauben leben in keinem Punkt gerecht, und seine Art, durchaus vorhandene konservative Ansichten in der JFs Bewegung darzustellen, vermittelt ein verzerrtes Bild.
Sebastian Schüler ist Religionswissenschaftler? schade. Hausaufgaben nicht gemacht, Herr Schüler. Setzen, sechs!
06 August 2009 um 17:59
Hallo Hans,
Genau das gleiche habe ich auch gedacht, als ich den Artikel gelesen habe.
Da schmeißt einfach jemand eine paar Schlagworte in den Raum, kein Mensch erfährt, wie er zu diesen Aussagen gekommen ist und woher die Informationen stammen und schon stehen mal wieder alle Jesus Freaks in einem schlechten Licht da.
Dabei hätten vielleicht alle Vorurteile ausgeräumt werden können, wenn Herr Schüler sich mal in der eigenen Stadt mit den Leuten unterhalten hätte, über die er da urteilt - aber vielleicht wäre das ja nicht mehr wissenschaftlich genug… da liest man ja lieber über etwas…
Steck ihm doch mal die Charta und das Strukturpapier in den Briefkasten…
07 August 2009 um 11:46
Hallo Ihrs, hey Hans
Ist mir scheissegal was irgendwelche Religionswissenschaftler erzählen….
Freakstock war so voller Segen, das er mir bis heute aus den Ohren herausquillt
Wichtig und relevant ist für uns, dass Gott nicht ein Gott der Theologen ist, sondern der Menschen die ihn kennen und mit ihm leben wollen. Wie sagte Jesus schon damals über die, die ihn theologisch unter den Teppich kehren wollten ? Ja, ja, selber lesen macht schlau Herr Theologieprofessor.
WIr werden jetzt übrigens zum HangSonic aufbrechen. Bitte betet für die Leute die Bock haben Gott zu erleben und ihn kennen zu lernen und um Schutz und Kraft.
Wir merken wie unsere Familie vom Feind angegriffen wird. Neue Visionen und Träume sollen nicht ihren Weg finden zur Erfüllung zu kommen. Seid wachsam ! Satan macht nen riesen Alarm zur Zeit. Lasst euch nicht überraschen, seid auf der Hut !
Hab euch lieb - Jesus ist Sieger !
Eddie
07 August 2009 um 16:35
Tja, auch Theologen können irren und ihr wisst ja, dass ich das gut beurteilen kann.
Unser JF-Pressesprecher hat zu den oberflächlichen Aussagen des Herrn Schüler bereits gut Stellung genommen. Jesus Freaks sehen in Vielfalt eine Bereicherung. Irgendjemand sollte dem Herrn Schüler wirklich mal die JF-Charta zukommen lassen! Darüber hinaus schließe ich mich Eddie an “Lass Sie reden…” Ich hab noch alle Zeitungsartikel über die Bielefelder Jesus Freaks aus den 90er Jahren. Was da so alles über uns geschrieben wurde… Wichtig ist, was Jesus über uns denkt und ER fragt uns, wie sehr wir ihn lieben.
Eddie: Gib mir was ab, von deinem “Freakstock-Segen”. Du weißt ja :empfangen, um weiterzugeben. In diesem Sinne bin ich auch schon ganz gespannt auf unser nächstes Meeting am 14.8. bei Bunks.
07 August 2009 um 20:34
hi Eddy, ja, für mich wars auch ein super schönes und gesegnetes Fstock, auf jeden Fall würde ich sagen eines der schönsten Fstocks die ich bislang mitmachen durfte.
Ich weiß dass schon viel Blödsinn über uns geschrieben wurde, und ich kann auch gut damit leben. aber der junge Mann kommt halt aus unserer Stadt, und da denk ich, kann er doch mal im Laufe der Jahre auf nen Kaffee vorbei kommen, sich so ein JFs Treffen anschauen und mal mit ein paar Leuten reden. Anstelle aus fehlerhaften Sekundärquellen zu schöpfen. Schließlich kriegen Wissenschaftler Geld für ihre Arbeit, und sollen jungen motivierten Studenten was beibringen. Und in diesem Fall hat Herr Schüler einfach einen schlechten Job gemacht.
übrigens hätte ich Bock euch mal zu besuchen. hab schon mit Britta gemailt.
Segenregen
Hans
10 August 2009 um 20:02
Ich freu mich für Euch, dass das Freakstock so schön war (habe auch auf Martins Seite kurz nachgelesen).
Wünsche Euch alles Liebe für Euren Dienst, Eure Gemeinschaft, für die Jesus Freaks OWL!
Ich hatte von einigen Ex-Freaks gehört, dass sie ne super Zeit auf dem FS hatten.
Tja, manchmal geht das ganz schnell, dass man kritisiert wird, obwohl man nur Jesus nachfolgen will. Aber das macht nichts ! Die Leute da draussen brauchen Euch…und uns
Paddy
11 August 2009 um 12:55
Hi Paddy!
Hab mich über deinen Kommentar gefreut. Wünsche dir und deinen Leuten das, was wir alle immer wieder neu brauchen:Liebe, Weisheit, Erkenntnis, Kraft Gottes…
Freue mich, dass wir uns in den letzten Monaten -nach so vielen Jahren- getroffen haben.
Melde dich mal, wenn du in OWL bist. Ansonsten: Wir wissen ja beide, wo wir uns spätestens wieder sehen
Melanie
12 August 2009 um 10:04
Hallo Paddy,
Schön, hier mal etwas von dir zu lesen.
Das Freakstock war für mich besonders schön, da wir als OWLer eine gute Zeit zusammen hatten, weil unsere Kids das erste mal etwas länger im Kinderbereich geblieben sind und weil ich es total toll finde, wie sich die Freaks in den letzten 2 Jahren entwickelt haben: es macht wieder richtig Spaß dabei zu sein: Es gibt ganz viele tolle und kreative Ideen und ganz neue Leute, die sich einbringen und eben die Offenheit für jeden, die Bewegung und damit Reich Gottes mitzubauen.
Das hat mir einige Jahre lang ziemlich gefehlt.
Schade, dass du auf deinem blog die Kommentare gesperrt hast.
Liebe Grüße,
Britta
12 August 2009 um 14:30
@Melanie:
jau, bin demnächst mal wieder in Bielefeld. Vielleicht sehen wir uns ja mal auf nen Kaffee.
@Britta:
Ich hatte dieses Jahr echt das FS auf ´m Herzen, wär fast noch losgedüst, hat aber an Zeit gefehlt. Mal schaun, vielleicht schnei ich ja mal nächstes Jahr rein…Die Kommentare hab ich gesperrt, weil ich von manch einem ziemlich angepöpelt werde. Ich lass mich ja auch nicht in meinem eigenen Haus beleidigen, also auch nicht auf meinem eigenen Blog
Leider gehen dadurch auch nette Kommentare flöten…
Bis die Tage dann mal
Paddy
13 August 2009 um 11:02
Hi Paddy!
“nen Kaffee”…Ja, ruf einfach an, wenn du weißt, wann du nach Bielefeld kommst.
“Freakstock nächstes Jahr”…Ja, mach das!
Grüße dich mit 1.Thess.5,21
Melanie
21 August 2009 um 01:04
Ja, war echt sehr sehr geil! Hat mich total gefreut, dass sogar so alte Leute wie Ojo, Volker und Mesii da waren.
Dieser komische Schüler ist mir aber überhaupt kein Begriff. Wie kommt der zu so einer Behauptung? Nun ja.
Hier noch ein netter Bericht: http://www.jugendkirchen.org/content/view/1015/1/
Martin
04 September 2009 um 21:32
@Hans
Sorry, aber die JF sind in Teilen leider nicht annähernd so tolerant und weltoffen, wie du sie hier schilderst.
Ich habe es in den Jahren 2003-2005 bei den JF-Bielefeld (damaliger Gemeindeleiter Patrick “Paddy” Preneux) wiederholt miterlebt, daß auf Paare, die ohne Trauschein zusammengelebt haben, massiver Druck seitens der Gemeindleitung ausgeübt wurde, diesen Zustand zu beenden und das diese Paare, wenn sie sich den Anweisungen nicht beugten, zunächst (soweit vorhanden) ihre “Ämter”abgeben mußten und ihnen schließlich sehr deutlich nahegelegt wurde, die Gemeinde zu verlassen.
Gemeidemitglieder, die es gewagt haben Kritik an solchen und ähnlichen radikalfundamentalistischen Positionen eines Paddy Preneux zu äußern, bekamen zu hören:
Sinngemäßes Zitat Patrick Preneux:
Eine demokratische Gemeinde ist immer eine laue Gemeinde. Oder hat einer von euch in der Bibel schon mal etwas von Demokratie gelesen? Ich bin der vom Heiligen Geist eigesetzte Gemeindeleiter, dies ist meine Gemeinde und wem meine Regeln nicht passen, der muß eben gehen…
05 September 2009 um 12:56
@ kritischer Beobachter:
Deine Erlebnisse mit der Gemeindeleitung der JF-Bielefeld 2003-2005 sind ein Beleg für die Vielfalt der JF-Bewegung:
Mein Mann und ich haben die JF-Bielefeld als erstes “Ältestenteam” mit (Paddy,Pasquina,Heiner,Tina,Alex,Sandra,Marc,Melanie) gegründet und geleitet von Anfang 1996 bis Ende 1999. In dieser Zeit gab es schon damals im “Ältestenkreis” durchaus sehr kontroverse Positionen zu den Themen Demokratie in der Gemeindeleitung, Gemeindezucht… Durch die Teamleitung mit gegenseitiger liebevoller Korrektur und Ergänzung wurden Extrempositionen gemäßigt.
In der “Geschichte” der Bielefelder JF zeigt sich die ganze Bandbreite der Vielfalt der JF-Bewegung. Die JF-Bielefeld/OWL waren von 1996-1999 eine andere Gemeinde als von 2000-2007 und seit 2007 sind sie/wir wieder anders!… und das ist auch gut so! Unsere Beziehung zu Jesus ist nicht statisch, sondern lebendig. Wir alle lernen, werden verändert.
Ich kann deine Erfahrungen mit der JF-Bi-Leitung von 2003-2005 gut nachvollziehen. Aber bitte verallgemeinere diese Erfahrungen nicht für alle Zeit für alle JF-Gruppen. Ich bin nicht repräsentativ für die Jesus Freaks und Paddy ist/war es auch nicht!!!
05 September 2009 um 13:59
@kritischer Beobachter:
Du hast völlig recht, wenn du schreibst, das in Bielefeld vieles sehr extrem war, solche Extrempositionen sind aber zum Glück nicht repräsentativ für die Jesus Freaks allgemein, das hast du ja selbst geschrieben (”in Teilen”).
Ich habe mich oft gefagt, ob ich mich in der Zeit bei den Freaks in BI hätte anders verhalten können, kritischer sein können, mehr hinterfragen und gegen die “offizielle Lehrmeinung” (schreckliches Wort, aber leider gab es so etwas ja) sein können - bestimmt wäre das mehr möglich gewesen, aber irgendwie auch nicht, denn es gab keinen wirklichen Freiraum dazu.
Zum Glück ist das jetzt wieder anders.
Auf Deutschlandebene wird jetzt sogar im Konsensverfahren entschieden: das geht noch über Demokratie hinaus, wo die Mehrheitsentscheidung zählt und auch mal jemand überstimmt wird.
Beim Konsens geht es darum, das jeder die Entscheidung mittragen kann seine Bedenken gehört werden oder jemand sogar eine Entscheidung mit einem Veto verhindern kann (natürlich nur begründet und mit dem Ziel, eine Lösung zu finden, die er mittragen kann).
Daher würde ich jetzt schon sagen, daß die Freaks heute weitgehend tolerant und offen sind und auch aus Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Das das nicht immer überall so war ist echt bedauerlich, vor allem das dadurch viele Menschen verletzt und abgeschreckt wurden.
Ich hoffe (und hoffe da auch auf Gottes Beistand), dass diese ganzen Leute den Ballast von damals loswerden können und ihren eigenen Glauben, eigene Erkenntnisse, Ansichten und Lebensstile wieder ganz neu entdecken können.
10 September 2009 um 20:19
@kritischer Beobachter
Grundsätzlich kann ich mich meinen Vorrednern zwar anschließen, denke aber, da du auf mein statement reagiert hast, sollte ich auch was dazu sagen: es ging mir bei meiner Reaktion auf Schülers Aussage gar nicht darum eine bestimmte Position zu vertreten. Aber mir war wichtig zu zeigen, dass Schülers Aussage das Gesamtbild der JFs verzerrt darstellt, und er hat ja da über die JFs allgemein gesprochen. Dass es bei den Freaks konservative Positionen gibt hab ich ja auch nicht bestritten, und jede wie auch immer geartete Position kann ins extremistische abgleiten und Menschen an den Rand schieben oder verurteilen.
Es tut mir leid, dass du Annahme und Toleranz in deiner Zeit bei den Freaks nicht so erlebt hast wie es dir vielleicht gut getan hätte. Aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es bei den JFs Leute gibt, die darum bemüht sind, die das lernen, und die es leben. Und das ist es auch wert, erwähnt zu werden, oder? und bevor jemand schreit, dass Toleranz der Zeitgeist ist und Lauheit zur Folge hat: tolerieren (lat. tolerare) heisst so viel wie erdulden oder ertragen. Kol. 3 : in Liebe sollen wir uns einander ertragen. Christliche Toleranz hat also nichts mit einer Scheißegalhaltung zu tun, sondern mit Annahme, Liebe und Vergebung.
Gottes Segen euch.
11 September 2009 um 17:53
Super, Hans!!